you only had to stay background
1. Teil

 NICHT WUNDERN, DAS IST ECHT SCHEIßE UND PEINLICH, ABER WAS SOLL MAN MACHEN...

Die Bausel

Es war Nachmittag, Jimmy und ich saßen auf dem Fensterbrett seines Zimmers, das nicht sehr groß war. Es war genauso groß wie meins, denn wir waren Nachbarn. Wir besuchten uns so gut wie jeden Tag, manchmal auch in der Nacht, wenn es uns gerade nicht so gut ging. Um unsere Eltern nicht aufzuwecken, wenn wir an der Tür klingeln würden, riefen wir uns vorher kurz auf dem Handy an, und der öffnet dann die Tür. Meistens war ich bei Jimmy, denn seine Eltern waren echt lässig und ließen uns immer in Ruhe. Meine Eltern dagegen stritten sowieso nur und nervten den ganzen Tag. Dazu kam noch meine kleine Schwester, die ich ja wirklich lieb hab, aber sie stört auch immer, wenn es grade nicht passt. Wir saßen also auf seinem Fensterbrett, er mit seiner Gitarre und ich mit einem Notizblock und Stift in den Händen, und schrieben einen Song. Das machten wir fast jeden Tag. „Ich geh schnell was trinken. Willst du auch was?“ – „Ja bitte, Kirschsaft.“

 Was sonst? Jimmy trank fast nur Kirschsaft. Ich ging in die Küche, wo Jimmys Vater beim Zeitunglesen saß. Er las sehr viel Zeitung. Er war auch ein sehr gebildeter Mann und half sowohl Jimmy, als auch mir bei den Hausaufgaben. Ich holte zwei Gläser, den Kirschsaft und Wasser. „Na, Jessie? Alles klar bei dir?“ – „Ja, schon. Und bei dir?“ – „Wie immer, Jessie. Hast du das schon gehört mit dem Mann, der seine Familie umgebracht hat und anschließend sich selbst?“ – „Ja, hab ich gehört. Ganz schön schrecklich. Wie man sowas nur machen kann.“ Unsere Gespräche liefen meistens so ab. Es musste auf jeden Fall etwas Aktuelles darin enthalten sein, mehr schlaue Sätze, verlangte er gar nicht. Ich ging mit dem Trinken wieder in Jimmys Zimmer. „Hier, dein Kirschsa… Jimmy? Wo bist du denn?“ Da wo vorher noch Jimmy saß, lag nur noch seine Gitarre, er selbst war aber nicht mehr im Raum. Ich ging zum Bad, da war er nicht, dann ging ich erneut in die Küche, und sein Vater wusste auch nicht, wo er ist. Im Wohnzimmer war er auch nicht, und seine Mutter, die gerade bügelte, hat auch nicht mitbekommen, dass Jimmy irgendwohin gegangen sei. Sie stellte ihr Bügeleisen zur Seite und ging mit mir in Jimmys Zimmer. Da saß er wieder auf dem Fensterbrett. „Aber da sitzt er doch, Jessie.“ – „Ja, hab ich wohl nicht richtig hingeschaut.“ Jimmys Mutter verließ das Zimmer wieder.

„Wo warst du denn, Jimmy?“ – „Wenn ich dir das erzähl, dann glaubst du mir das nie.“

Nachdenklich sah er aus dem Fenster, von dem man einen sehr schönen Ausblick genießen konnte, denn wir befanden uns im 9. Stock. Auf einmal sprang Jimmy auf, nahm meine Hand und zog mich zum hinteren Ende des Fensterbretts, vor den Vorhang. Ich schaute ihn verwundert an. Er aber zog den Vorhang zurück, aber da war auch nicht mehr wie die Wand zu sehen.
26.1.09 19:52
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


unbeirrt / Website (26.1.09 20:22)
ahhh ein geheimgang?
wie abenteuerlich^^
weiter!!
<3

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